Nicht jedes Solarrad braucht Module am Rad. Andreas Lemmer aus Portugal ging den umgekehrten Weg und baute eine winzige netzunabhängige Ladestation nur für sein E-Bike. Das Rad ist ein ganz normales City-Pedelec. Die „Tankstelle“ besteht aus zwei kleinen Solarmodulen auf einem Gestell – mehr braucht es nicht.
Das Design ist herrlich einfach. Zwei Module mit 60 W / 24 V Nennspannung sind parallel auf insgesamt 120 W verschaltet. Mit ihrem typischen Maximum-Power-Point von rund 34 V passen sie perfekt zu einem 7S- oder 8S-Lithium-Ionen-Akku (24,9 V bzw. 28,8 V nominal, Ladeschluss 32,8 V bei 8S). Ein Balancer und eine Ladeschlussspannung schützen die Zellen.
Mit einem 15-Ah-Akku dauert eine volle Ladung etwa einen halben Sonnentag. Andreas empfiehlt für so einen Aufbau 50–150 W Modulleistung: weniger ist zu langsam, mehr bringt für einen einzelnen E-Bike-Akku kaum Vorteile.
Warum wir es lieben: Das ist die zugänglichste Form von Solarmobilität. Kein Spezialrahmen, keine empfindlichen Module, die auf der Straße herumhüpfen, nichts Kompliziertes. Zwei Standardmodule und ein passender Laderegler machen fast jedes E-Bike zu einem Fahrzeug, das mit Sonne fährt. Andreas hat den Aufbau dokumentiert und das Foto gemeinfrei veröffentlicht, damit andere ihn nachbauen können.
Technische Daten
| Erbauer | Andreas Lemmer, Portugal |
|---|---|
| Fahrrad | Normales City-Pedelec (E-Bike) |
| Solar | 120 W stationär: 2 × 60-W-Module (24 V nominal) parallel, MPP ~34 V |
| Akku | Lithium-Ionen 15 Ah, 7S (24,9 V) oder 8S (28,8 V), ≈ 375–430 Wh |
| Ladesteuerung | Li-Ionen-Balancer + Ladeschlussspannung (32,8 V bei 8S) |
| Solar-Ladezeit | Etwa ½ Sonnentag für eine volle Ladung |
| Empfohlene Module | 50–150 W |