Das University of Michigan Solar Car Team ist eines der erfolgreichsten Studententeams im Solarrennsport, und Momentum ist eines seiner bekanntesten Autos.
Für 2005 traf das Team eine mutige Entscheidung: von vier auf drei Räder. Ihre Untersuchungen zeigten, dass bei Autobahntempo rund 70 % der Energieverluste eines Solarautos vom Luftwiderstand stammen – eine schmalere, windschnittigere Dreiradform lohnte sich also. Die Karosserie besteht aus Kohlefaser- und Kevlar-Verbundstoffen und misst etwa 5,0 × 1,8 m bei nur 1,1 m Höhe. Sie ist mit rund 3.000 weltraumtauglichen Galliumarsenid-Solarzellen bedeckt, und das Auto wiegt unter 700 lb (≈ 320 kg).
Im Juli 2005 startete Momentum bei der North American Solar Challenge: ein 10-tägiges Rennen über rund 4.000 km (2.500 Meilen) von Austin, Texas, über den US Highway 75 und den Trans-Canada Highway nach Calgary, Alberta. Momentum siegte mit durchschnittlich 74 km/h (46,2 mph) – nach rund 53 Stunden Rennzeit keine 12 Minuten vor der University of Minnesota. Das Foto zeigt die Zieldurchfahrt in Calgary.
Wenige Monate später wurde dasselbe Auto Dritter bei der World Solar Challenge in Australien. Heute ist Momentum im LeMay – America’s Car Museum in Tacoma, Washington, ausgestellt.
Technische Daten
| Erbauer | University of Michigan Solar Car Team (Studierende) |
|---|---|
| Aufbau | 3 Räder (von 4 reduziert, um den Luftwiderstand zu senken) |
| Karosserie | Kohlefaser und Kevlar, ~5,0 × 1,8 × 1,1 m |
| Solar | ~3.000 GaAs-Zellen in Raumfahrtqualität |
| Gewicht | < 700 lb (≈ 320 kg) |
| Ergebnisse | Sieger North American Solar Challenge 2005 (Austin → Calgary, ~4.000 km, Ø 74 km/h); World Solar Challenge 2005: Platz 3 |
| Heute | LeMay – America’s Car Museum, Tacoma |
Foto (Zieleinlauf NASC 2005, Calgary; zugeschnitten): United States Department of Energy / Wikimedia Commons, Gemeinfrei
Quellen: U-M Solar Car Team: 2005 · Wikipedia: NASC 2005 · Electronic Design