Full-size mockup of the eight-wheeled Soviet Lunokhod 2 moon rover in a museum

Zwei Jahre nach Lunochod 1 schickte die Sowjetunion einen verbesserten Rover zum Mond. Lunochod 2 landete am 15. Januar 1973 mit der Landefähre Luna 21 im Krater Le Monnier.

Wie sein Vorgänger wurde er vom Konstruktionsbüro Lawotschkin gebaut. Er hatte dieselbe „Badewanne auf Rädern“-Form: 840 kg, etwa 1,7 m lang, auf acht Rädern mit je eigener Federung, eigenem Motor und eigener Bremse. Die Energie kam von einem Solarmodul im aufklappbaren Deckel, der sich während des Mondtages öffnete, um die Akkus zu laden. Lunochod 2 hatte verbesserte Kameras, darunter eine zusätzliche Navigationskamera, und trug ein Magnetometer sowie einen französischen Laserreflektor.

In etwa vier Monaten fuhr er 39 km über die Mondoberfläche und sendete über 80.000 Fernsehbilder und 86 Panoramen. Am 11. Mai 1973 brach der Kontakt ab. Seine Strecke blieb der Rekord für Fahrten auf einem anderen Himmelskörper, bis NASAs solarbetriebener Rover Opportunity ihn am 27. Juli 2014 auf dem Mars übertraf.

Eine kuriose Randnotiz: 1993 kaufte der Computerspiel-Unternehmer Richard Garriott Lunochod 2 samt Landefähre bei einer Sotheby’s-Auktion für 68.500 $. Er ist wohl der einzige Privatmensch, dem ein Fahrzeug auf dem Mond gehört. Dieses Foto zeigt ein Modell in Originalgröße auf der Erde.

Technische Daten

Erbauer Konstruktionsbüro Lawotschkin (UdSSR)
Landung 15. Januar 1973, Krater Le Monnier (Luna 21)
Räder 8, jedes mit eigener Federung, eigenem Motor und eigener Bremse
Masse / Größe 840 kg, ~1,7 × 1,6 × 1,35 m
Energie Solarmodul im Klappdeckel lädt die Akkus
Strecke 39 km (außerirdischer Rekord bis Juli 2014)
Daten Über 80.000 Fernsehbilder, 86 Panoramen
Eigentümer Richard Garriott (Sotheby’s-Auktion, 1993, 68.500 $)

Foto (Modell in Originalgröße): Hayk / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Quellen: Wikipedia: Lunokhod 2

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